Die Geschichte der Idar-Obersteiner Edelsteinindustrie!


In der Umgebung Idar-Obersteins fanden sich Achate und andere Edelsteine. Die Entdeckung geschah vermutlich schon zur Keltenzeit.
Ein wesentlicher Einfluss auf die Entwicklung der Industrie wird den Römern zugeschrieben. Historisch belegt ist das Bestehen seit 1454. So standen zur damaligen Zeit kleine Achatschleifen an den Ufern der Wasserläufe, insbesondere des Idarbaches. Wasserräder trieben große, bis zu vierzig Zentner schwere Sandsteine an. Die Schleifer lagen bäuchlings auf Kippstühlen davor und pressten die Edelsteine gegen die rotierenden Sandsteine. So entstanden Schalen, Vasen und andere Kunstwerke, über deren Qualität wir heute noch staunen.


Idar-Obersteiner Kaufleute besuchten die Messen in Frankfurt und Leipzig und reisten bis nach
Smyrna. Die Edelsteinindustrie stand in voller Blüte. Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren
die Achatlagerstätten weitgehend erschöpft und eine schwere Krise trat ein. Einige Idar-Obersteiner wanderten nach Brasilien aus und sahen den Hof einer Fazenda mit eben jenen Steinen gepflastert, die sie in ihrer Heimat gefördert und verarbeitet hatten. Sie suchten und fanden riesige Achatlagerstätten, denen in der Folgezeit noch viele andere Edelsteinvorkommen folgten. Das bedeutete für Idar-Oberstein neuen Aufschwung und für Brasilien die Nutzbarmachung seiner bis dato weitgehend unbekannten Edelsteinvorkommen.


Mit den neuen Edelsteinen wurden auch neue Bearbeitungsmethoden eingeführt und neue Berufszweige gebildet. Heute unterhält Idar-Oberstein weltweite Handelsbeziehungen. Edelsteine kommen aus allen Erdteilen und Fertigerzeugnisse werden nach allen Ländern exportiert. Und da in Idar-Oberstein neben der Edelstein- auch eine bedeutende Schmuckindustrie zu Hause ist, nennt man diese Stadt zu Recht: Die Stadt der Edelsteine und des Schmuckes.

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